CENTRAL-04 Summer School on 20th century history


Die Verbindung der Analyse von Konflikten und von den Entwicklungen, die ihnen folgen, und der Erforschung transnationaler Netzwerke, die die Grenzen des Konflikts überwinden, scheint sich auf den ersten Blick zu widersprechen. Erstens erkennt die transnationale Forschung von Kontakten, Transfers und Verwicklungen die systematische Wichtigkeit von Asketen der Abgrenzung und der Analyse solcher Phänomene in Konflikten oder ihnen folgenden Situationen, an. Die Etablierung eines solchen Ansatzes, der einen Bezug auf Europa und Krieg legt, ist seit kurzem im Gange.
Zweitens ist die Simultanität von Prozessen der Verwicklung und Entwirrung, von Skizzen und Transfers für die Region, die hier im Fokus steht, ein wesentliches Merkmal für Zentral- und Südosteuropa. Besonders während des Prozesses des allmählichen Wandels von imperialistischen zu nationalen Staaten zu Beginn des 19. Jahrhunderts, so wie bei der Suche nach neue Modellen einer Gesellschaftsordnung im 20. Jahrhundert, war dies für beide Regionen charakteristisch.
Beide Aspekte (Wissen und Gedächtnis) sind eng miteinander verbunden: Wissen ist üblicherweise in Form von Gelehrtengesellschaften, Akademien, Forschungsinstituten und Universitäten institutionalisiert. Diese Institutionen spielen eine wesentliche Rolle in der Etablierung von Institutionen des Gedenkens. Die Erstgenannten sind nicht ausschließlich die Akteure solcher Abläufe des Gedenkens, sondern oft sind die Akteur*innen innerhalb beider Bereiche identisch: in vielen Fällen ist es ersichtlich geworden, wie Mitglieder einer Gelehrtengesellschaft und der Wissenschaft Abläufe des Gedenkens beeinflussen. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass hierbei die Dimension von Vergessen oder Unterdrückung von Gedenken eine ähnliche Wichtigkeit innehat.

Die Verbindung der Analyse von Konflikten und von den Entwicklungen, die ihnen folgen, und der Erforschung transnationaler Netzwerke, die die Grenzen des Konflikts überwinden, scheint sich auf den ersten Blick zu widersprechen. Erstens erkennt die transnationale Forschung von Kontakten, Transfers und Verwicklungen die systematische Wichtigkeit von Asketen der Abgrenzung und der Analyse solcher Phänomene in Konflikten oder ihnen folgenden Situationen, an. Die Etablierung eines solchen Ansatzes, der einen Bezug auf Europa und Krieg legt, ist seit kurzem im Gange.
Zweitens ist die Simultanität von Prozessen der Verwicklung und Entwirrung, von Skizzen und Transfers für die Region, die hier im Fokus steht, ein wesentliches Merkmal für Zentral- und Südosteuropa. Besonders während des Prozesses des allmählichen Wandels von imperialistischen zu nationalen Staaten zu Beginn des 19. Jahrhunderts, so wie bei der Suche nach neue Modellen einer Gesellschaftsordnung im 20. Jahrhundert, war dies für beide Regionen charakteristisch.
Beide Aspekte (Wissen und Gedächtnis) sind eng miteinander verbunden: Wissen ist üblicherweise in Form von Gelehrtengesellschaften, Akademien, Forschungsinstituten und Universitäten institutionalisiert. Diese Institutionen spielen eine wesentliche Rolle in der Etablierung von Institutionen des Gedenkens. Die Erstgenannten sind nicht ausschließlich die Akteure solcher Abläufe des Gedenkens, sondern oft sind die Akteur*innen innerhalb beider Bereiche identisch: in vielen Fällen ist es ersichtlich geworden, wie Mitglieder einer Gelehrtengesellschaft und der Wissenschaft Abläufe des Gedenkens beeinflussen. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass hierbei die Dimension von Vergessen oder Unterdrückung von Gedenken eine ähnliche Wichtigkeit innehat.

Principal Investigators
Voß, Christian Prof. Dr. (Details) (South Slavic Languages and Cultures)

Duration of Project
Start date: 03/2015
End date: 12/2018

Last updated on 2021-12-10 at 13:30