Transatlantic Networks between Institutions of Knowledge: The Example of the Syria Mission of the American Board


Das 19. Jh. ist geprägt von der Begeisterung westlicher Wissenseliten, fremde Kulturen zu erforschen und die Verbreitung von Wissen über sie zu beschleunigen. Die Generierung von kulturübergreifendem Wissen ist jedoch kein einseitiger Vorgang, sondern lebt von der Einbeziehung lokaler Wissenskulturen in den jeweiligen Ländern, die ihrerseits durch Kontakt mit dem Westen entscheidende Impulse erhalten haben. Das Projekt soll eine der ertragreichsten Begegnungen zwischen westlichen Akteuren und einer nicht-westlichen Schriftkultur während des 19. Jh. auf ihre Verstetigung in Institutionen des Wissens hin untersuchen: die Prozesse, die durch die Syria Mission (1823 1870) des American Board of Commissioners for Foreign Missions angestoßen wurden. Auf amerikanischer Seite wurden dadurch wichtige Grundlagen für Kulturwissenschaften der arabischen Welt gelegt, auf libanesischer Seite empfing eine neue Wissenselite aus Arabisten, Orientalisten, revolutionär denkenden Literaten und Befürwortern eines arabischen Nationalismus nachhaltige Impulse. Die wichtigsten Institutionen beiderseits des Atlantik, die in unmittelbarem Zusammenhang damit stehen, sind die American Schools of Oriental Research und die American University of Beirut. Als primäre Quellengrundlage steht ein umfangreicher Archivbestand des American Board zur Verfügung sowie Publikationen u. a. von Missionaren und ihren libanesischen Mitarbeitern zu theologischen, politischen und ethnografischen Themen.


Principal Investigators
Feldtkeller, Andreas Prof. Dr. (Details) (Theology, Missionary Science and Ecumenics Specializing in Religious Studies)

Duration of Project
Start date: 03/2011
End date: 06/2015

Last updated on 2020-21-03 at 23:22