Expertise: Gemeinsamer Unterricht im Kontext von Schul- und Unterrichtskultur in der Stadt Jena


Im Kontext einer ausdifferenzierten Schullandschaft hat sich in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten in der Stadt Jena der Gemeinsame Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf etabliert. Sowohl im Vergleich mit den Stadt- und Landkreisen Thüringens als auch im Bundesvergleich weist Jena eine überdurchschnittlich hohe Integrationsquote auf. Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollen über die quantitative Beschreibung dieser Entwicklung hinaus Informationen darüber gewonnen werden, in welcher Qualität der Gemeinsame Unterricht angeboten wird. Das empirische Interesse ist auf die Schul- und Unterrichtskultur, auf die Qualität der professionellen Kooperationen ("Schule als lernende Organisation") sowie auf die Einbindung der Einzelschule in kommunale Kontexte ("kommunale Bildungslandschaft") gerichtet. Da im Kontext des demographischen Wandels Schulträger als zunehmend einflussreiche Akteure wirksam sind, werden nicht allein die Akteure des Bildungssystems, sondern das Zusammenspiel von Schule, Schulaufsicht und Schulträger in den Blick genommen. Das Forschungsdesign bündelt quantitative und qualitative Methoden und basiert auf einem ökosystemischen Verständnis schulischer Integration.


Projektleitung
Sasse, Ada Prof. Dr. (Details) (Grundschulpädagogik mit Schwerpunkt Lernbereich Deutsch)

Laufzeit
Projektstart: 08/2011
Projektende: 06/2014

Zuletzt aktualisiert 2020-19-10 um 05:14