Planungsinstrument für das CO2- Management der natürlichen Kohlenstoffspeicher Berlins (NatKoS)


Städte sind Hotspots anthropogener CO2-Emissionen und sie besitzen daher eine besondere Verantwortung für die Umsetzung von Maßnahmen und Strategien zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen. Ein systematisches Management der C-Speicher der Stadtnatur für den Klimaschutz (Boden und Vegetation) fehlt bisher, trotz großen Potenzials. Das übergeordnete Projektziel ist, den Klimaschutz in Berlin über den Schutz und die Entwicklung der C-Speicher von Böden und grüner Infrastruktur (Vegetation) zu stärken. Dafür erarbeitet das Projekt ein Instrumentarium für die Bestimmung und Bewertung des C-Speichers der Böden und der Vegetation sowie Entwicklungsprognosen bei städtebaulichen Projekten oder sonstiger Flächennutzungsplanung in Berlin. Des Weiteren ist die Schaffung einer belastbaren Datengrundlage für die Beurteilung der Klimaschutzfunktion der Berliner Böden ein wesentliches Ziel, welche eine Differenzierung nach ausgewählten Bodeneigenschaften, Schutzwürdigkeit der Böden und städtischen Nutzungsformen ermöglicht. Zudem werden berlintypische C-Speicher und C-Bilanzen (CO2-Fixierungspotenziale) der Vegetation verschiedener Nutzungsformen bestimmt. Die Boden- und Vegetationsdaten besitzen eine große Planungsrelevanz für die Stadtentwicklung mit dem Ziel eines klimaneutralen Berlins in 2050. Mit der Entwicklung und Veröffentlichung einer Broschüre für die Anwendung des o.g. Instrumentariums wird der Projektinhalt ab 2019 öffentlich zugänglich sein.


Projektleitung
Zeitz, Jutta Prof. Dr. agr. (Details) (Bodenkunde und Standortlehre)

Mittelgeber
EFRE

Laufzeit
Projektstart: 05/2016
Projektende: 11/2019

Zuletzt aktualisiert 2022-09-09 um 01:09