ZUKO: HU-Zukunftskonzept: Staat machen. Der Wandel von Rechtsstaatlichkeit in der Antiterrorpolitik der 1970er und 1980er Jahre (Förderlinie Freiräume)


Das Buchprojekt behandelt am Beispiel der Antiterrorpolitik der 1970er und 1980er Jahre, wie in westlichen liberalen Demokratien Rechtsstaatlichkeit verhandelt und hergestellt wird. In vergleichender Perspektive und mit Hilfe literatur- und theaterwissenschaftlicher Methoden wird untersucht, wie staatliche Akteure mit der Herausforderung durch unterschiedliche Typen politisch motivierter Gewalt umgingen. Moderne Staaten sind darauf aus, gegen den Terrorismus ihr Gewaltmonopol zu behaupten. Die westlichen Gesellschaften, die in jenen Jahren eine Welle politischer Gewalt erlebten, hatten indes noch mehr zur verteidigen. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, die in allen westlichen Ländern nach 1945 eine Phase der Liberalisierung durchlief, wurden durch den Terrorismus herausgefordert; und sie wandelten sich in der Auseinandersetzung mit politisch motivierter Gewalt. Dieser Wandel ist es, der uns heute, da staatliche Terrorabwehr zu einem, wenn nicht dem zentralen Politikfeld geworden ist, als Historiker*innen besonders interessieren muss. Denn die westlichen Staaten fanden sich nach den Erfahrungen des Terrorismus nicht im Status quo ante wieder, sie hatten sich verändert, wie gezeigt wird: in ihrem Handlungsrepertoire, wohl auch in ihrem Selbstverständnis.


Projektleitung
ZUKO, 3. Säule (Details) (Präsidialbüro / 3. Säule)

Laufzeit
Projektstart: 10/2014
Projektende: 03/2015

Zuletzt aktualisiert 2020-21-09 um 15:22