Paying Attention to Attention: Media Exposure and Opinion Formation in an Age of Information Overload


Der Kompromiss ist die Grundlage jeder funktionierenden Demokratie. Es besteht jedoch Anlass zur Sorge, dass das moderne Mediensystem nicht mehr die Mittel bereitstellen kann, die für eine für den Kompromiss notwendige Deliberation essentiell sind: So können soziale Medien Individuen auf undifferenzierte Weltbilder reduzieren und zur rasanten Verbreitung unreflektierter Unterstützung und Empörung beitragen; nuancierten Argumenten hingegen bieten sie oftmals wenig Raum. Während die Allgegenwärtigkeit neuer Kommunikationstechnologien die soziale Wirklichkeit grundlegend verändert hat, beruht der pessimistische Konsens auf Forschungserkenntnissen, die angesichts von Selektions- und Messproblemen nicht sehr robust erscheinen. Das Projekt adressiert diese Herausforderungen und macht sich gerade jenen technologischen Fortschritt zunutze, der die Informationslandschaft des 21. Jahrhunderts so grundlegendverändert hat. Folgende Fragen leiten das Projekt: Wer ist welcher Information ausgesetzt? Welche Faktoren bestimmen Medienkonsumverhalten? Wie verhalten sich unterschiedliche Menschen in diesem Umfeld? Zur Messung von Informationen, denen Personen ausgesetzt sind, wird eine Tracking-Software eingesetzt, die den Online-Medienkonsum eines repräsentativen Samples passiv erfasst. Hierzu wird eine vergleichende Online-Panel-Studie in den USA und Deutschland durchgeführt und die ideologische Färbung medialer Inhalte, die die Panelteilnehmer(innen) konsumieren, gemessen. Dabei finden neue Entwicklungen im Bereich des Natural Language Processing und Machine Learning Anwendung, um Informationen über die Befragten, reale Ereignisse und die Wege, wie diese über soziale Medien und andere Nachrichtenquellen vermittelt werden, miteinander zu verknüpfen. Die Schnittstelle aller drei Ebenen erlaubt es, die Kernfrage des Projektes zu adressieren: Bringen das Internet und die neuen Kommunikationswege Gesellschaften zusammen oder treiben sie sie auseinander?
Der Kompromiss ist die Grundlage jeder funktionierenden Demokratie. Es besteht jedoch Anlass zur Sorge, dass das moderne Mediensystem nicht mehr die Mittel bereitstellen kann, die für eine für den Kompromiss notwendige Deliberation essentiell sind: So können soziale Medien Individuen auf undifferenzierte Weltbilder reduzieren und zur rasanten Verbreitung unreflektierter Unterstützung und Empörung beitragen; nuancierten Argumenten hingegen bieten sie oftmals wenig Raum. Während die Allgegenwärtigkeit neuer Kommunikationstechnologien die soziale Wirklichkeit grundlegend verändert hat, beruht der pessimistische Konsens auf Forschungserkenntnissen, die angesichts von Selektions- und Messproblemen nicht sehr robust erscheinen. Das Projekt adressiert diese Herausforderungen und macht sich gerade jenen technologischen Fortschritt zunutze, der die Informationslandschaft des 21. Jahrhunderts so grundlegendverändert hat. Folgende Fragen leiten das Projekt: Wer ist welcher Information ausgesetzt? Welche Faktoren bestimmen Medienkonsumverhalten? Wie verhalten sich unterschiedliche Menschen in diesem Umfeld? Zur Messung von Informationen, denen Personen ausgesetzt sind, wird eine Tracking-Software eingesetzt, die den Online-Medienkonsum eines repräsentativen Samples passiv erfasst. Hierzu wird eine vergleichende Online-Panel-Studie in den USA und Deutschland durchgeführt und die ideologische Färbung medialer Inhalte, die die Panelteilnehmer(innen) konsumieren, gemessen. Dabei finden neue Entwicklungen im Bereich des Natural Language Processing und Machine Learning Anwendung, um Informationen über die Befragten, reale Ereignisse und die Wege, wie diese über soziale Medien und andere Nachrichtenquellen vermittelt werden, miteinander zu verknüpfen. Die Schnittstelle aller drei Ebenen erlaubt es, die Kernfrage des Projektes zu adressieren: Bringen das Internet und die neuen Kommunikationswege Gesellschaften zusammen oder treiben sie sie auseinander?


Projektleitung
Klüver, Heike Prof. Dr. (Details) (Politisches Verhalten im Vergleich)
Barbera, Pablo (University of Southern California - Los Angeles)
Guess, Andrew (New York University)
Yang, Jung Hwan (University of Wisconsin-Madison)

Laufzeit
Projektstart: 01/2017
Projektende: 12/2019

Forschungsbereiche
Sozialwissenschaften

Zuletzt aktualisiert 2022-09-09 um 01:06