VA: Symposium "Adolf Deißmann - ein (zu Unrecht) fast vergessener Theologe und Philologe - Internationales Kolloquium zu Ehren von Adolf Deißmann"


Im Jahr 2012 jährt sich der Todestag des Theologen Adolf Deißmann zum 75. Mal. Er ist zu Unrecht in der Kirchengeschichte fast vergessen und rückt erst in den letzten Jahren wieder mehr in Blick in der Wissenschaft, obwohl seine philologischen Forschungen, seine Tätigkeit als Rektor der Humboldt-Universität in Berlin (1930/31), vor allem aber seine Beschäftigung mit der Friedensthematik und seine ökumenischen Bemühungen wichtig, für seine Zeit wegweisend und zukunftsorientiert waren. Deißmann wurde nach 1933 weitgehend vergessen, weil weder seine politische Orientierung noch der philologisch grundierte Zugriff auf die Geschichte des antiken Christentums noch seine ökumenische Orientierung im Verhältnis der christlichen Konfessionen nach dem Zeitgeschmack waren. Anknüpfungen an sein Oeuvre nach 1945 und in den jüngsten Jahren erfolgten aus vielerlei Gründen vor allem im nicht deutschsprachigen Ausland. Die Aufarbeitung seiner Bedeutung als Theologe und Philologe, insbesondere als Papyrologe, für die heutige Wissenschaft verdient eine stärkere Beachtung und soll mit einem internationalen Kolloquium (und dessen Veröffentlichung) stärker ins allgemeine Bewusstsein gebracht werden. Ebenso sollen mit dem Symposium noch teilweise unveröffentlichte Dokumente, die sich in dem von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) betreuten Nachlass befinden, den Deißmann dieser bereits zu Lebzeiten vermachte, der wissenschaftlichen wie allgemeinen Öffentlichkeit bekannt(er) gemacht werden.


Projektleitung
Markschies, Christoph Prof. Dr. Dres. h. c. (Details) (Antike Christentumsgeschichte)

Mittelgeber
Fritz Thyssen Stiftung

Laufzeit
Projektstart: 10/2012
Projektende: 12/2016

Zuletzt aktualisiert 2022-22-12 um 04:05