Lebensverläufe im frühen Erwachsenenalter und ökonomische Ungleichheit in der Mitte des Lebens aus vergleichender Perspektive


Dieses innovative Projekt betrachtet Ungleichheit über den Lebensverlauf aus einer dynamischen Perspektive. Es wird untersucht wie Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Familienverläufe im frühen Erwachsenenalter zusammenwirken und gemeinsam die Akkumulation von Benachteiligung oder von Vorteilen über den Lebensverlauf verursachen. Dabei wird auf der Basis von Längsschnittdaten über 20 Jahre in fünf europäischen Ländern und mit Hilfe von neusten statistischen Methoden der quantitativen Lebensverlaufsanalyse eine vergleichende Perspektive eingenommen. Ziel ist es zu analysieren, wie ökonomische und institutionelle Unterschiede zwischen den Ländern Lebensverläufe und daraus resultierende ökonomische Ungleichheiten beeinflussen. Das frühe Erwachsenenalter ist eine zentrale Phase des Übergangs in der Individuen verschiedenen Entscheidungen gegenüber stehen - bezüglich Ausbildung, Arbeitsplatz, Partnerschaften und Elternschaft - welche ihre zukünftigen Lebenschancen beeinflussen. Dieses Projekt untersucht zentrale Wendepunkte in Lebensverläufen, Wechselwirkungen zwischen ihnen und wie sie zur Akkumulation von Ungleichheit zwischen und innerhalb sozialer Gruppen beitragen. Dabei werden die folgenden ausgeschriebenen NORFACE DIAL Themen adressiert: “Labor market and family trajectories and the growth of inequality,” “Early adult transitions into tertiary education, vocational training and economic activity” und “Early life influence and outcomes.” Das Forschungsteam von einem PI und vier CIs, Postdoktorand*innen und studentischen Mitarbeiter*innen arbeitet mit regelmäßigen Treffen eng zusammen, bringt entsprechende Führungskompetenzen mit, leistet intensive Nachwuchsförderung und trägt zum weiteren Ausbau einer längerfristigen Infrastruktur zur international vergleichenden Ungleichheits- und Lebensverlaufsforschung bei. Akademisch ist das Projekt hoch innovativ und wird neben neuen empirischen Befunden aktiv zur Methodenentwicklung für die vergleichende Lebensverlaufs- und Ungleichheitsforschung beitragen sowie neue theoretische Erkenntnisse liefern. Zudem werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik entwickelt und in Zusammenarbeit mit zentralen Nutzern aus Politik und Öffentlichkeit auf EU-Ebene sowie auf nationaler Ebene erarbeitet. Der Transfer der Ergebnisse in Politik und Öffentlichkeit wird zudem über bilaterale Treffen, Workshops, Beteiligungen an Wissenschaftstransfer-Veranstaltungen in den jeweiligen Ländern, sowie traditionelle Medien und neuere soziale Medien gewährleistet.


Projektleitung
Fasang, Anette Éva Prof. Dr. (Details) (Mikrosoziologie)

Laufzeit
Projektstart: 03/2018
Projektende: 09/2021

Forschungsbereiche
Empirische Sozialforschung, Geistes- und Sozialwissenschaften

Zuletzt aktualisiert 2021-04-01 um 17:42