Automatisierte Fehlverhaltensprüfung: Einsatz und Effekte digitaler Tools zur Untersuchung von wissenschaftlichem Fehlverhalten

Das Projekt beschäftigt sich mit den aktuell entstehenden digitalen Tools zur Entdeckung und
Untersuchung wissenschaftlichen Fehlverhaltens, wie bspw. Plagiatsscannern oder Tools zur Entdeckung
von Bildmanipulation in Photoshop. Dazu nimmt es die Entwicklung, den Einsatz und die möglichen
Auswirkungen dieser Tools in den Blick und fragt insbesondere nach den jeweiligen Definitionen,
Abgrenzungskriterien und häufig implizit bleibenden normativen Vorverständnissen von unerlaubtem
Verhalten, die den Tools eingeschrieben und so bis in die Verfahren und Entscheidungen transportiert
werden. Ziel des Projektes ist es damit einerseits, einen besseren Überblick über den Einsatz solcher Tools
in der Praxis von wissenschaftlichen Untersuchungsgremien, Ombudsleuten und Journal Editors und die
sich möglicherweise ergebenden Effekte und Verschiebungen in der Arbeit dieser Gremien zu gewinnen.
Damit soll ein Verständnis davon entwickelt werden, wie diese Tools beeinflussen, was als
wissenschaftliches Fehlverhalten bzw. analog als gute wissenschaftliche Praxis verstanden und umgesetzt
wird. Andererseits will das Projekt einen Beitrag zur aktuellen übergreifenden Frage nach den
Veränderungen und möglichen Risiken leisten, die sich durch den Einsatz automatisierter Tools zur
Entscheidungsfindung in Verfahren mit normativer Tragweite, wie. z.B. der Rechtsprechung oder der
Zuteilung von Ressourcen, ergeben.

Principal Investigators
Heßelmann, Felicitas (Details) (Robert K. Merton Center for Science Studies)

participating organizational facilities of the HU

Financer
BMBF

Duration of Project
Start date: 10/2020
End date: 09/2023

Last updated on 2020-14-09 at 08:58