Exzellenzcluster 2049: NeuroCure

Neurologische und psychiatrische Erkrankungen haben sich zu einer signifikanten gesamt­gesellschaftlichen Belastung entwickelt. Gleichzeitig beginnen wir gerade erst, die zugrunde liegen­den molekularen und pathophysiologischen Mechanismen zu verstehen. Eine besondere Herausforderung ist in diesem Zusammenhang die Translation grundlagenwissenschaftlicher Erkenntnisse in klinisch relevante Anwendungen. Basierend auf unseren bisherigen Erfolgen und Erfahrungen mit derartigen Translationsprozessen legt NeuroCure eine innovative Forschungs­agenda vor. NeuroCure führt 25 exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, die das Potential besitzen, sowohl die Grundlagen- als auch die klinische Forschung zu reformieren. Die enge Verzahnung von Grundlagenwissenschaften und klinischer Forschung soll die erfolgreiche Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Verfahren vorantreiben. Mit bedarfsorientierten Programmen und Modulen werden wir strukturelle Rahmenbedingungen schaffen, die den Wissens- und Methodentransfer zwischen Grundlagenforschung und klinischer Forschung fördern. Wir fokussieren uns dabei nicht auf eine spezifische Krankheit, vielmehr wollen wir pathophysiologische Leitmotive identifizieren, die neuro-psychiatrischen Krankheitsbildern zugrunde liegen.Im Fokus stehen dabei Kooperationsprojekte aus drei komplementären Feldern der neurowissenschaftlichen Forschung: Entwicklung, Homöostase und Altern. Diese drei Forschungs­bereiche nutzen neugegründete, translationale Module: BrainLab bietet Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaftlern einen erweiterten Zugang insbesondere zu stationären Patientinnen und Patienten mit akuten und schweren Hirnerkrankungen; SPARK soll Translationsprozesse optimieren und beschleunigen; VOS wird die Vorhersagekraft unserer Forschung verbessern.NeuroCure wird neue Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in sein interaktives und inter­disziplinäres Forschungsumfeld integrieren und die Umsetzung von wissenschaftlichem Fortschritt in neue klinische Anwendungen durch innovative Programme und Strukturen beschleunigen. Mit diesen Maßnahmen wollen wir Berlin im Bereich der translationalen Neurowissenschaften eine internationale Führungsrolle zuweisen.

Projektleitung
SZF-1, Leitung Servicezentrum Forschung (Details) (Servicezentrum Forschung (SZF))
Brecht, Michael Prof. Dr. (Details) (Tierphysiologie / Systemneurobiologie und Neural Computation)
Dziobek-Ferber, Isabel Prof. Dr. (Details) (Klinische Psychologie Sozialer Interaktion)
Hegemann, Peter Prof. Dr. (Details) (Experimentelle Biophysik)
Larkum, Matthew Prof. Dr. (Details) (Neuronale Plastizität)
Plested, Andrew Prof. Ph.D. (Details) (Zelluläre Biophysik)

Mittelgeber
DFG Exzellenzstrategie: Cluster

Laufzeit
Projektstart: 01/2019
Projektende: 12/2025

Forschungsbereiche
Grundlagen der Biologie und Medizin, Medizin, Neurowissenschaft

Zuletzt aktualisiert 2020-31-07 um 15:33

Link teilen