9. Arbeitstreffen der Lektor*innen für Tschechisch als Fremdsprache

Das Arbeitstreffen der Tschechisch-Lektoren an deutschsprachigen Universitäten hat sich als ein jährliches Seminar etabliert, das zuletzt u.a. an den Universitäten Leipzig, München und Regensburg stattfand. 2019 wird es vom Fachgebiet Westslawische Sprachen an der Humboldt-Universität zu Berlin veranstaltet. Das Hauptziel ist der Austausch und die Diskussion von Methoden und Konzepten beim Unterricht des Tschechischen als Fremdsprache. Das Berliner Fachgebiet beschäftigt sich u.a. mit korpuslinguistischer Forschung zum Tschechischen und kooperiert dabei eng mit dem Institut des Tschechischen Nationalkorpus der Karls-Universität in Prag (ÚČNK). Das Tschechische Nationalkorpus (ČNK) repräsentiert im internationalen Maßstab eine der größten und am besten technisch aufgearbeiteten Quellen digitalisierter und analysierter Texte, als solches ist es ein Beispiel maximal gelungener wissenschaftlichen Anwendung der Digitalisierung und gleichzeitig eine unvergleichliche Quelle der Erkenntnis über die Verwendung der tschechischen Sprache.
Dieser Aspekt soll auch beim geplanten Treffen genutzt werden, da es sich beim Rahmenthema um die praktische Anwendung der modernen Korpustechnologien im Unterricht des Tschechischen als Fremdsprache handeln soll. Im Rahmen eines Workshops, der von den Kollegen des ÚČNK (Mgr. Michal Křen) veranstaltet wird, können die Lektoren ausprobieren, wie sie sinnvoll verschiedene Subkorpora des ČNK (für geschriebenes und gesprochenes Tschechisch, Parallelkorpora übersetzter Texte) und Applikationen in der Vorbereitung des Unterrichtsmaterial einsetzen können. Nach den zwei Hauptteilen des Workshops - Einführung und Instruktionsvortrag, praktische Übungen - sollen die Lektoren als zweite Seminarphase in Teamarbeit die ausprobierten Methoden applizieren und dabei im Voraus gewählte Themen aus dem Gebiet der Grammatik, Lese und Hörverständnis und Landeskunde bearbeiten. Im Laufe dieser Phase soll der letzte Workshopteil stattfinden - Diskussion der Probleme bei der Projekt-Bearbeitung und Beratung mit den Workshopinstruktoren. In der letzten Phase des Treffens stellen die einzelnen Teams ihre Projekte vor, mit Diskussion, Evaluierung und Verbesserungen. Die Lektoren gewinnen sowohl ein konkretes Material-Portfolio für den Unterricht, als auch selbst erstellte annotierte Subkorpora für die gewählten Themen, die für die weitere Verarbeitung produktiv verwendet werden können.

Projektleitung
Meyer, Roland Prof. Dr. (Details) (Westslawische Sprachen)
Lenertova, Denisa (Details) (Westslawische Sprachen)

Beteiligte Organisationseinheiten der HU

Beteiligte externe Organisationen

Mittelgeber
Sonstige internationale öffentliche Mittelgeber

Laufzeit
Projektstart: 05/2019
Projektende: 07/2019

Forschungsbereiche
Angewandte Sprachwissenschaften, Experimentelle Linguistik, Computerlinguistik

Forschungsfelder
Fremdsprachendidaktik, Korpuslinguistik

Zuletzt aktualisiert 2020-01-06 um 19:56