Revis(ualis)ing Intersectionality

Ausgehend von der visuellen Sphäre widmet sich "Revis(ualis)ing Intersectionality" der Frage, wie ein Fokus auf Visualität dazu beitragen könnte, Methodologien der Intersektionalitätsforschung weiter zu entwickeln. Das Forschungsparadigma der Intersektionalität geht bisher von Kategorien aus, um Körper und Prozesse der sozialen Stratifizierung zu beschreiben. Wir wollen die Perspektive wechseln und vorschlagen, eine Methodologie zu erproben, die von visueller Vieldeutigkeit als Grundprämisse ausgeht. Entgegen dem oft angebrachten Einwand, „wir brauchen Kategorien, um die Welt zu verstehen“, wollen wir erkunden, ob die angenommenen Kategorien der Wahrnehmung menschlicher Differenz eher im Wege stehen und damit letztlich das Verstehen sozialer Ungleichheiten verhindern. In einer ersten Phase explorativer Workshops möchten wir Künstler*innen, Philosoph*innen und Kognitionswissenschaftler*innen einladen, um den visuellen öffentlichen Raum, welcher alltägliche visuelle Artefakte wie Beschilderungen umfasst, zu untersuchen und dabei zu testen, ob sich neue Formen des Sehens entwickeln lassen, die eher auf Existenzweisen als auf vermeintlich fixe Bedeutungen gerichtet sind, die an physische Charakteristika geknüpft werden. In der Folge dieser Workshops werden die Antragsteller*innen die Ergebnisse in einer Publikation festhalten, die in ihrem Layout und unter Einbezug visueller Materialien einer solchen Re/Vision der Intersektionalität Rechnung tragen soll.

Projektleitung
Haschemi Yekani, Elahe Prof. Dr. (Details) (Engl. u.Amerik. Lit.u.Kult. M.d.Schwerpkt. Postcolonial Studies)

Weitere Projektbeteiligte
Nowicka, Magdalena Prof. Dr. (Details) (Migration and Transnationalism)

Mittelgeber
Volkswagen-Stiftung (VW)

Laufzeit
Projektstart: 01/2019
Projektende: 06/2021

Forschungsbereiche
Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft; Kulturwissenschaft, Sozialwissenschaften

Zuletzt aktualisiert 2020-24-09 um 19:26