FG 955: Akteure der kulturellen Globalisierung - Teilprojekt: Globalisierung der westlichen Zeitordnung? Arbeitszeit und Arbeitsdisziplin in Senegal, ca. 1880-1940

Die Standardisierung von Zeit gehört zu den zentralen Aspekten der Globalisierung. Die Einführung der Zeitregimes und -ordnungen der industrialisierten Welt war seit dem späten neunzehnten Jahrhundert auch Teil des kolonialen Projektes in Afrika. In diesem Zusammenhang standen die Regulierung von Arbeitszeit sowie die Implementierung von Arbeitsdisziplin im Zentrum kolonialherrlicher Bemühungen. Dieses Forschungsvorhaben untersucht anhand einer Fallstudie mit Fokus auf die koloniale Verwaltung in Senegal den Umgang lokaler Akteursgruppen mit dem kolonialen "Zeit"-Projekt. Das Projekt geht von der These aus, dass koloniale Zeitregimes nur langsam, konfliktreich und letztlich lediglich partiell durchgesetzt werden konnten und deutet die damit verbundenen Auseinandersetzungen als einen von "strategischen Missverständnissen" geprägten Aushandlungsprozess.

Projektleitung
Eckert, Andreas Prof. Dr. phil. (Details) (Forschergruppen)

Mittelgeber
DFG: Forschergruppen

Laufzeit
Projektstart: 07/2008
Projektende: 06/2011

Zuletzt aktualisiert 2020-09-03 um 17:14