FG 778: Zwischen Interferenz und Optimierung: Konflikte als Signale in kognitiven System - Teilprojekt 8: Interindividuelle Unterschiede in der Bewältigung von Konflikten in Wahlreaktionszeitaufgaben

Drei Formen von Verlangsamung lassen sich in klassischen Konfliktparadigmen unterscheiden: erstens, Konfliktverlangsamung, eine Verlangsamung, die eintritt, wenn exekutive Aufmerksamkeit Denkabläufe kontrollieren muss, ist für eine Reihe von Anforderungen nachgewiesen. Zweitens, Kontextverlangsamung, der zusätzliche Zeitbedarf, der in konfliktträchtigen Durchgängen nachweisbar ist, wenn vorangegangene Durchgänge keine Konflikte im kognitiven System verursachten und drittens die Postfehlerverlangsamung, die Anpassung der Informationsverarbeitung nach Fehlern. Alle drei Phänomene sind denkpsychologisch intensiv erforscht. Differentiell ist über diese Formen der Verlangsamung nur sehr wenig bekannt. In diesem Projekt sollen interindividuelle Unterschiede in den Anpassungen des kognitiven Systems an die Verarbeitungsanforderungen bei den drei Formen von Verlangsamung untersucht werden. Neben der Kohärenz verschiedener Indikatoren einer Verlangsamung interessieren uns besonders die Korrelate solcher Kosten. Die Analysen sollen bei der kritischen Bewertung prominenter Theorien helfen, insbesondere der Theorie exekutiver Aufmerksamkeit und der Konfliktmonitoring-Hypothese. Zusätzlich sollen die Untersuchungen auch Hinweise über die Messung sowie die Antezedenzen und Konsequenzen konfliktentdeckender und konfliktlösender Denkleistungen liefern.

Projektleitung
Wilhelm, Oliver Prof. Dr. phil. (Details) (Forschergruppe 'Bildung und Schule im Transformationsprozess...')

Mittelgeber
DFG: Forschergruppen

Laufzeit
Projektstart: 08/2008
Projektende: 06/2010

Zuletzt aktualisiert 2020-09-03 um 17:13