Forschergruppe 778: Zwischen Interferenz und Optimierung: Konflikte als Signale in kognitiven Systemen, TP 5 "Emotionen in kognitiven Konflikten"

Die aktuelle Forschung sieht enge funktionelle und neurophysiologische Beziehungen zwischen der Verarbeitung von Konflikten und Fehlern in experimentellen Konfliktparadigmen. Emotionale Prozesse wurden für Fehler und in Entscheidungssituationen nachgewiesen und als bedeutsam für die Verhaltensoptimierung betrachtet. Daher sollten Emotionen auch eine wichtige Rolle bei korrekt bewältigten Aufgaben in Konfliktparadigmen spielen. Dafür gibt es jedoch keine direkte Evidenz. Es wird daher eine Reihe von Experimenten vorge-schlagen, in denen zunächst die Tauglichkeit unterschiedlicher physiologischer Indikatoren für die Erfassung von Emotionen bei starken Konflikten überprüft werden soll. Geeignete Parameter sollen in einer weiteren Versuchsreihe verwendet werden, um emotionale Akti-vierungen bei unterschiedlichen Konflikttypen zu untersuchen, und wie diese mit konflikt-induzierten Optimierungsprozessen kovariieren. Für das dritte Projektjahr ist die Unter-suchung der kausalen Rolle von Emotionen bei der Verhaltensoptimierung vorgesehen.

Projektleitung
Sommer, Werner Prof. Dr. rer. soc. habil. (Details) (Forschergruppen)

Mittelgeber
DFG: Forschergruppen

Laufzeit
Projektstart: 03/2008
Projektende: 02/2009

Publikationen
Stuermer, B., Nigbur, R., Schacht, A., & Sommer, W. (2011). Reward and punishment effects on error processing and conflict control. Frontiers in Psychology, 2. Retrieved from doi:10.3389/fpsyg.2011.00335

Schacht, A., Dimigen, O., & Sommer, W. (2010). Emotions in Cognitive Conflicts are not Aversive but are Task-Specific. Cognitive, Affective, and Behavioral Neuroscience., 10 (3), 349-356. doi:10.3758/CABN.10.3.349

Schacht, A. & Sommer, W. (in press). Emotions in Cognitive Conflicts. In N. M. Seel (Ed.), Encyclopedia of the Sciences of learning. Berlin, Heidelberg: Springer Verlag.

Schacht, A. Nigbur,R., & Sommer, W. (2009). Emotions in Go/NoGo conflicts. Psychological Research/Psychologische Forschung,73(6), 843-856 . DOI: 10.1007/s00426-008-0192-0

Zuletzt aktualisiert 2020-09-03 um 17:12