Das Unbewusste als Störung der Wissensordnung und als Antrieb der Wissensproduktion (Veranstaltung: 29.11.-01.12.07, Berlin)

'Das Unbewusste' ist ein Konzept, das vorrangig mit der Psychoanalyse in Verbindung gebracht wird. Gegenwärtig ist die Erforschung unbewusster Prozesse Gegenstand zahlreicher Wissensfelder von der Kognitionsforschung bis zur Unternehmensführung. Zu beobachten ist auch ein verstärktes wissensgeschichtliches Interesse am Unbewussten, wie es in Untersuchungen zum kollegtiven und politischen Imaginären, zum optischen Unbewussten, dem Unbewussten der Maschine etc. zum Ausdruck kommt. Die Tagung schließt an diese Entwicklungen an, indem sie versucht, dem Unbewussten und seinen Erscheinungsformen in einzelnen Disziplinen bzw. Forschungsfeldern nachzugehen. Dabei gilt es insbesondere auf das Desiderat zu reagieren, dass den Geschlechts- und Sexualcodierungen in den vielfältigen Konzeptionen des Unbewussten bisher nur wenig Aufmerksamkeint gewidmet wurde, obleich sie das klassische Terrain des Unbewussten darstellen.

Projektleitung
Braun, Christina von Prof. i.R. Dr. habil. (Details) (Kulturtheorie mit dem Schwerpunkt Geschlecht und Geschichte)

Mittelgeber
DFG: Sonstiges

Laufzeit
Projektstart: 11/2007
Projektende: 12/2007

Publikationen
Christina von Braun, Dorothea Dornhof, Eva Johach (Hg.): Das Unbewusste. Über das Verhältnis von Wissen und Geschlecht, Bielefeld 2009.
(448 S., kart., zahlr. Abb., ca. 36,80 Euro, ISBN 978-3-8376-1145-8, Bielefeld: transcript)

Zuletzt aktualisiert 2020-09-03 um 17:05