Erziehungswissenschaft in Deutschland, 1800-1945 - Semantische Tradition, Gesellschaftliche Funktion, Theoretische Leistung

Es soll die Geschichte der Erziehungswissenschaft in Deutschland von der Phase der theoretisch-programmatischen Ausdifferenzierung im ausgehenden 18. Jh. bis zum Ende der ersten Phase der Institutionalisierung im Wissenschaftssystem, 1945, als eigenes Wissenssystem in seiner typischen, mehrfachen Referenz und mit der dafür notwendigen Kombination historiographischer Perspektiven analysiert werden:

1. aus dem Diskurs über die Möglichkeit und Funktion eines als Wissenschaft ausdifferenzierten Wissens über Bildung und Erziehung,

2. in der Bedeutung für Profession und System öffentlicher Erziehung und

3. als forschende Disziplin im Kontext der Bildungsforschung insgesamt.


Die leitende These ist, dass sich im Prozess der Disziplinbildung Momente der Normalisierung und ein Sonderweg pädagogischer Reflexion in einer Weise überlagern, die den spezifischen Status der Erziehungswissenschaft in Deutschland sowohl sozial als auch epistemologisch auf Dauer prägen.


Projektleitung
Tenorth, Heinz-Elmar Prof. i. R. Dr. Dr. h.c. (Details) (Historische Bildungsforschung)

Mittelgeber
DFG: Sachbeihilfe

Laufzeit
Projektstart: 04/2006
Projektende: 03/2008

Zuletzt aktualisiert 2020-09-03 um 23:13