Philip Jessup Moot Court Wettbewerb 2005/2006

Moot Courts (Gerichtsspielwettbewerbe) haben in den USA eine lange Tradition, in Deutschland sind sie erst seit etwa 20 Jahren stärker verbreitet. Durchweg geht es bei einem solchen Wettbewerb für eine studentische Mannschaft darum, einen fiktiven Fall zu bearbeiten, zuerst schriftsätzlich, dann in mündlichem Parteivortrag vor einer Jury. Der Philip Jessup-Wettbewerb, der älteste aller Wettbewerbe im völkerrechtlichen Bereich, wird in englischer Sprache ausgetragen. Es muss sich jeweils ein Team von vier bis sechs Studenten bilden, die dann über viele Wochen hinweg den Fall analysieren, bis dann endlich die Schriftsätze stehen und der Wettbewerb in seine mündliche Phase eintritt. Da sich aus Deutschland jeweils über zehn studentische Mannschaften von ebensoviel juristischen Fakultäten beteiligen, muss eine nationale Ausscheidung stattfinden, die über das beste nationale Team entscheidet. Dieses Team darf dann an der Endrunde teilnehmen, die jeweils Ende März/Anfang April am Rande der Jahrestagung der American Society of International Law in Washington stattfindet.


Der didaktische Erfolg der Teilnahme am Philip Jessup-Wettbewerb kann gar nicht hoch genug veranschlagt werden. Die Studierenden machen einen gewaltigen Schritt nach vorn nicht nur in rechtlicher und sprachlicher Hinsicht, sondern auch in bezug auf Eigenständigkeit und Selbstsicherheit. Die Teams der Humboldt-Universität haben in den vergangenen Jahren dreimal bei der deutschen Ausscheidung den ersten Platz belegt. In den Jahre 2005 und 2006 landeten sie leider nur im Mittelfeld.


Projektleitung
Tomuschat, Christian Prof. em. Dr. Dr. h.c. (Details) (Öffentliches Recht / insbesondere Völker- und Europarecht)

Mittelgeber
Privat/ Mittelgeber Berlin

Laufzeit
Projektstart: 02/2005
Projektende: 04/2005

Zuletzt aktualisiert 2016-05-03 um 19:25