Britain as a Model of Modern Society? German Views

In den letzten drei Jahrzehnten wurde die Debatte über die Wahrnehmung Großbritanniens in Deutschland wesentlich durch die Kontroversen über die Whig Interpretation of History geprägt. Die Konferenz nimmt diese Kontroversen als Ausgangspunkt, aber versucht auch, neue Perspektiven zu eröffnen und neue Fragen anzustoßen.

Ein erstes Ziel besteht darin, einen Überblick zu vermitteln; denn während des 19. und 20. Jahrhunderts erfolgte von deutscher Seite eine kontinuierliche Perzeption Großbritanniens, und zwar auf vielen Gebieten und für vielfältige Zwecke. Hier gilt es generelle Trends und ggf. auch die blind spots der britisch-deutschen Beziehungen zu identifizieren.

Darüber hinaus soll die Konferenz weiteren Forschungen über die Großbritannien-Perzeption den Weg bereiten. Daher wird sie auch methodischen und theoretischen Erwägungen Raum geben und die Beziehungsgeschichte sowie den Kulturtransfer zwischen Großbritannien und Deutschland direkt thematisieren. Dies ist auch deshalb vorgesehen, weil im Zuge dieser Austauschbeziehungen sowohl Aneignungen als auch Abwehrreaktionen zu beobachten sind. Die Analyse dieser Transferproblematik, die u.a. eine Einbeziehung der Medien, der Generationenabfolge sowie von kulturellen und politischen Institutionen erforderlich macht, ist bislang weder von den Zeitgenossen noch von Historikern zureichend geleistet worden.

Projektleitung
Eisenberg-Ditt, Christiane Prof. Dr. Prof. Dr. Christiane Eisenberg (Details) (Geschichte Großbritanniens seit der Restoration)

Mittelgeber
DFG: Sonstiges

Laufzeit
Projektstart: 07/2004
Projektende: 07/2004

Forschungsfelder
Britain as a Model (II)

Publikationen
Arnd Bauerkämper/Christiane Eisenberg (Hg.), Britain as a Model of Modern Society? German Views, Augsburg: Wißner-Verlag, 2006.

Zuletzt aktualisiert 2020-10-03 um 16:41