FG 381: Frühkindliche Sprachentwicklung und spezifische Sprachentwicklungsstörungen

Das Forschungsprojekt untersucht in Form einer vergleichenden Längsschnittstudie über die ersten drei Lebensjahre bei 200 prä- und perinatal unauffälligen Kindern die normale und gestörte Sprachentwicklung in ausgesuchten Bereichen der vorsprachlichen Lautgebung (Schreien und Lallen), der Sprachproduktion, der Sprachwahrnehmung und der Sprachverarbeitung untersuchen. Parallel hierzu werden auch bestimmte Aspekte der kognitiven und sozial-kognitiven, sowie der auditiven, neurophysiologischen und neuropsychologischen Entwicklung untersucht, von denen angenommen wird, dass ein Zusammenhang mit der Sprachentwicklung besteht. Gleichzeitig wird auch die somatische und psychomotorische Entwicklung der Kinder kontrolliert und dokumentiert. Dabei beschränkt sich die Untersuchung der Sprachentwicklungsstörungen auf spezifische Spracherwerbstörungen (SES), d.h. nicht auf Beeinträchtigungen wie neurologische Störungen, Hörschäden, mentale Retardierung oder soziale Deprivation zurückzuführende Sprachstörungen. Die drei Hauptziele der Studie sind es festzustellen, (1) welche Zusammenhänge zwischen der Entwicklung ausgewählter Parameter in den genannten Bereichen bestehen; (2) welche Unterschiede in der Entwicklung dieser Parmeter im ungestörten und gestörten Spracherwerb mögliche Ursachen bzw. Ausdruck von Sprachentwicklungsstörungen sind; und (3) in welchem Maße diese Entwicklungsparameter als Prädiktoren für den Sprachentwicklungsverlauf und damit als potentielle Diagnostica zur Früherkennung von SES dienen können.

Projektleitung
Weissenborn, Jürgen Prof. Dr. phil. (Details) (Forschergruppen)

Mittelgeber
DFG: Forschergruppen

Laufzeit
Projektstart: 09/2003
Projektende: 05/2007

Zuletzt aktualisiert 2020-10-03 um 16:38