Religiöse Kommunikation

In jüngster Zeit wurde besonders im Rahmen der Evangelischen Kirchen Deutschlands der Begriff "Mission" in den Vordergrund gerückt. Mit diesem Begriff scheinen sich seitens der Kirchen immense Hoffnungen zu verbinden. Diesen Hoffnungen stehen auf Seiten der potentiell zu missionierenden diametrale Ängste vor eben dieser Missionierung gegenüber. Besonders im Osten Deutschlands ist dieses Missverhältnis spürbar. In dem Forschungsprojekt soll überprüft werden, inwiefern diesen Hoffnungen und Ängsten die Möglichkeiten von Mission entsprechen. Untersuchungsleitend ist die Annahme, dass Mission an Kommunikation rückgebunden ist und so (menschliche) Missionsbemühungen die Bedingungen jeglicher Kommunikation nicht hinter sich lassen können.



Diese religionspädagogische Untersuchung vereint und systematisiert verschiedene Aufsätze und Vorträge, die vom Autor zu diesem Themenkomplex schon veröffentlicht wurden.



In einem stärker theoretischen Teil untersucht sie Traditionen protestantischer religionspädagogischer Ansätze von Luther über Schleiermacher bis hin zu Nipkow; unterscheidet verschiedene Deutungen des Begriffs Religion; erläutert so den Begriff "Religiöse Kommunikation" näher und dessen Beziehungen zum Missionsbegriff. In einem eher praktisch orientierten Teil wird die Leistungsfähigkeit des Begriffs der Religiösen Kommunikation in verschiedenen Praxisfeldern der Religionspädagogik exemplarisch getestet. Die Praxisfelder sind im Einzelnen: Christenlehre, Konfirmandenunterricht, konfessioneller Religionsunterricht, die religionsphilosophischen Schulprojektwochen und das brandenburgische Unterrichtsfach LER.


Projektleitung
Benner, Dietrich Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. (Details) (Allgemeine Erziehungswissenschaft)

Laufzeit
Projektstart: 08/2003
Projektende: 12/2007

Forschungsfelder
Kommunikation, religiöse, Religionspädagogik

Zuletzt aktualisiert 2020-10-03 um 16:37