FG 497: Strukturwandel und Transformation im Agrarbereich - Teilprojekt 4: Regionalwirtschaftliche Bedeutung des Agrarsektors (I)

In der wirtschaftsgeographischen Diskussion gewinnen Modellüberlegungen zur räumlichen Clusterung von Branchen immer größere Bedeutung. Vernetzte Branchencluster besitzen aufgrund ihrer höheren Innovationskraft vergleichsweise günstige Perspektiven im wirtschaftlichen Strukturwandel. Hinsichtlich der Bildung von Branchenclustern durch starke lokale Außenvernetzungen bei landwirtschaftlichen Betrieben und der Bedeutung des Agrarsystems für ländliche Räume bestehen noch Kenntnislücken. Das geplante Teilprojekt soll basierend auf empirischen Untersuchungen (Betriebsbefragungen, Interviews, Expertengespräche) in zwei Fallbeispielräumen in Ostdeutschland und Polen die räumlich differenzierten Verflechtungen landwirtschaftlicher Betriebe mit außerlandwirtschaftlichen Bereichen dokumentieren und analysieren. Berücksichtigung finden dabei sowohl quantitative als auch qualitative Vernetzungen. Darauf basierend sollen vorhandene Modellansätze zur Verflechtung landwirtschaftlicher Erzeugerbetriebe erweitert und ein Modell des Agrarsystems im ländlichen Raum entwickelt werden. Dieses Modell kann Ansatzpunkte einer clusterorientierten Raumwirtschaftspolitik für ländliche Räume aufzeigen.

Projektleitung
Kulke, Elmar Prof. Dr. (Details) (Forschergruppen)

Mittelgeber
DFG: Forschergruppen

Laufzeit
Projektstart: 08/2003
Projektende: 12/2006

Zuletzt aktualisiert 2020-10-03 um 16:36