Professur für jüdisches Recht

Nachdem von 2009-2014 die Professur für jüdisches Recht aus Mitteln der Meier-Struckmann-Stiftung finanziert wurde, bestreitet die HU das Lehrprogramm von Prof. Dr. Rabbi Tsvi Blanchard im Sommersemester 2015 und 2016. Das reguläre Programm umfasst Vorlesung, Seminar (Juristische Fakultät) und Übung (Theologische Fakultät, Ls Prof. Dr. Schieder) und gibt Einblick in die weit gefächerten, klassischen wie aktuellen Themengebiete des Jüdischen Rechts, wobei die Vorlesung eher als Einführungskurs verstanden werden kann, Seminar und Übung als Vertiefung und Erweiterung der in der Vorlesung angesprochenen vielfältigen Thematik. Es werden sowohl Geschichte als auch Inhalte und literarische Formen der Standardquellen (Thora, Talmud, Kodifikationen, Responsen) des Jüdischen Rechts anhand vieler anschaulicher Beispiele besprochen. In Ergänzung hierzu werden ausgewählte Themen des Deliktsrechts, des Verwaltungsrechts, des Strafrechts, des Familienrechts sowie Fragen der Bioethik detailliert unter dem Gesichtspunkt eines einheitlichen, religiösen Gesetzessystems (der Halacha), und die daraus resultierenden Spannungen zwischen staatlichem und parallelem, religiösem Gesetzessystem (Gerichten), im Exil und im modernen Staat Israel, diskutiert. So werden nach und nach die Prinzipien, Werte und Visionen verdeutlicht, die dem traditionellen wie modernen Jüdischen Recht zu Grunde liegen. Neben der Professur wird eine monatliche Zahlung von 1000,00 Euro an die vorhergehende Promotionsstipendiatin, Sylvia Wittmer, gezahlt. Die Dissertation betreuen Prof. Dr. Rabbi Tsvi Blanchard, an der HU Prof. Dr. Martin Heger (Jur. Fak.) und der Universität Nottingham, Prof. Dr. Nigel White (Intern. Criminal Justice), Weitere Mittel sollen der Ausstattung der Bibliothek der BSJR dienen.

Projektleitung
Heger, Martin Prof. Dr. (Details) (Strafrecht / Strafprozessrecht europ.SP.recht, neu. Rechtsgesch.)

Laufzeit
Projektstart: 01/2015
Projektende: 12/2016

Zuletzt aktualisiert 2020-01-06 um 19:35