In pursuit of a pluralistic legal theory of Jewish Law – Sinatic, Noachide and the King’s LawIn pursuit of a pluralistic legal theory of Jewish Law – Sinatic, Noachide and the King’s Law

Seminar (2 x 90 min) zu Fragen des Jüdischen Rechts und Hauptvortrag (60 min)
Das Projekt geht auf eine langjährige Kooperation von Mitgliedern und Mitarbeitern der Berliner Studien zum Jüdischen Recht der HU Berlin und der Cardozo Law School und der Yeshiva Universität (New York) zurück. Prof. Dr. Bernhard Schlink (Jur. Fak. HU) regte dieses Programm an und die Meyer Struckmann-Stiftung sagte dessen finanzielle Unterstützung zu.
(1). Ein weiterer Bestandteil zur Durchführung moderner Lehrveranstaltungen zum Jüdischen Recht, hier in Verbindung mit dem amerikanischen Rechtssystem, Religion, Recht u. Staat.
(2). Die wissenschaftliche Betreuung erfolgt durch Professoren der Fakultät und Mitglieder der Berliner Studien zum jüdischen Recht sowie deren Assistenten.
(3). Zum Inhalt:
Die Seminare werden sich voraussichtlich mit dem Thema „Pluralismus“ im Jüdischen Recht sowie der Rückgriff auf dessen Rechtstheorie im modernen verfassungsrechtlichen Diskurs beschäftigen. So existieren im Jüdischen Recht tatsächlich drei verschiedene, voneinander unabhängige Rechtsordnungen (das sog. noachidische Recht, das sog. sinaitsche Recht und das sog. Monarchische Recht), deren rechtliche Verschränkung die Grundlage für die rabbinische Rechtsfortbildung bildet. Dieses Nebeneinander von Rechtsordnungen innerhalb eines übergreifenden Systems kann als Referenzmodell für die modernen säkularen Rechtsdiskurs um die „Vielfalt im Recht“ fruchtbar gemacht werden. Insbesondere vor diesem Hintergrund wird – vor allem im angloamerikanischen Raum und in Israel – das Jüdische Recht zunehmend als Vergleichsobjekt im vergleichenden Verfassungsrecht und der Rechtstheorie diskutiert. Ziel der Seminare wird sein, die Teilnehmer für diese Aspekte des Jüdischen Rechts zu sensibilisieren und mit ihnen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zum deutschen, europäischen und – soweit bekannt – amerikanischen Recht zu auszuarbeiten.

Zielgruppe an HU: Studenten der Juristischen Fakultät u. a. mit Schwerpunkt „Einführung in das jüdische Recht“, Teilnehmer an LV im Sommersemester, Absolventen des SPB-Studiums SP 1 „Zeitgeschichte des Rechts“, Studenten und Vertreter der Theologischen Fakultät, Besucher der Veranstaltungen im Sommersemester unter Ltg. von Prof. Rabbi Blanchard und Prof. Schieder.

Mitglieder der BSJR
Studierende des Zentrums Jüdische Studien an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der School of Jewish Theology an der Universität Potsdam, Studierende und Vertreter des Abraham-Geiger-Kolleg, Zacharias-Frankl-Kolleg, und des Rabbinerseminar zu Berlin.

Persönlichkeiten aus dem gesellschaftspolitischen Leben Berlins, Vertreter von Stiftungen u. a.

Zu Prof. Suzanne Last Stone (Cardozo School of Law)
Suzanne Last Stone ist Professorin für Jüdisches Recht und kontemporäre Zivilisation, Professorin der Rechtswissenschaften, sowie Direktorin des „Center for Jewish Law and Contemporary Civilization“ an der Benjamin N. Cardozo School of Law, Yeshiva University. Sie war Inhaberin einer Gruss-Professur für Talmudisches Zivilrecht an den Rechtsschulen der Universitäten Harvard und Pennsylvani sowie Gastprofessorin in Princeton, an der Columbia Law, Hebrew University Law, und Tel Aviv Law School. Sie ist Absolventin der Universität Princeton und der Columbia University Law School und war 1974 Danforth Fellow für Jüdische Geschichte und klassische Religionen an der Universität Yale. Zusätzlich zu den Kursen in Jüdischem Recht, Politischer Theorie und Amerikanischer Rechtstheorie, unterrichtet sie derzeit auch „Federal Courts and Law“, sowie „Religion and the State“ an der Cardozo Law School.

Projektleitung
Heger, Martin Prof. Dr. (Details) (Strafrecht / Strafprozessrecht europ.SP.recht, neu. Rechtsgesch.)

Mittelgeber
Dr. Meyer-Struckmann-Stiftung

Laufzeit
Projektstart: 01/2015
Projektende: 04/2015

Zuletzt aktualisiert 2020-01-06 um 19:34