Ernährungssicherung, formelle und informelle Regeln in der jordanischen Bewässerungslandwirtschaft

Jordanien zählt zu den wasserärmsten Ländern der Welt. Der Klimawandel und die Aufnahme
einer großen Anzahl von Flüchtlingen, zuletzt aus Syrien, erhöhen den Druck auf die
Wasserressourcen des Landes zusätzlich. Der größte Anteil des Wassers wird in Jordanien in
der Landwirtschaft verbraucht. Somit wird die Wasserknappheit auch zu einem Problem für
die Ernährungssicherung des Landes. Ursache der Krise ist jedoch nicht nur die physische
Wasserknappheit des Landes, sondern auch inadäquate Institutionen, d.h. Regeln und
Gesetze. Institutionen können informell (z.B. Bräuche, Gewohnheiten) oder formell (z.B.
Gesetze und Verordnungen) sein. Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Performance von formellen Regeln sich von der informeller Regeln unterscheidet. Zum Verständnis der institutionellen Probleme, aber auch um Lösungsansätze dafür zu erarbeiten, ist es von zentraler Bedeutung die Rolle von formellen und informellen Regeln in der
Bewässerungslandwirtschaft Jordaniens zu verstehen. Ziel der Masterarbeit ist es daher durch Feldexperimente die Frage zu untersuchen, was der Unterschied in der Performance von formellen und informellen Regeln in der jordanischen Bewässerungslandwirtschaft ist. Dazu
wird ein von Marco Janssen entwickeltes Experiment, das „Irrigation Game“ verwendet. Die Felderhebung wird in Kooperation mit der German-Jordanian Universtity in Madaba,
Jordanien, durchgeführt.

Projektleitung
Hagedorn, Conrad Prof. Dr. Dr. h.c. (Details) (Ressourcenökonomie)

Mittelgeber
Sonstige Stiftungen

Laufzeit
Projektstart: 06/2014
Projektende: 09/2014

Zuletzt aktualisiert 2020-10-03 um 23:10