Europa. Aufschreibesysteme aus Codes, Medien und Künsten

"Das Projekt untersucht an ausgewählten Aktionszentren den konstitutiven Charakter der Künste bei der Herausbildung eines europäischen Kulturraums, der als ein Aufschreibesystem aus Codes, Medien und Künsten von der Renaissance bis zum Beginn der Nationalstaatenära zu beschreiben versucht wird. Ausgangspunkt des Projektes ist daher nicht eine geographische, politik- oder wirtschaftshistorische Bestimmung Europas, sondern ein "Europa", das sich im Ausgang des Mittelalters als eigentümliches Verwaltungs- und Mediendispositiv konstituiert und sich dabei auf unterschiedliche Weisen gegen das alte Paradigma von sacerdotium und imperium absetzt. Damit wird reflektiert, dass die Heranziehung von "Makro-Subjekten" wie "das rationalistische Denken", "die Ökonomie", "die Gesellschaft" zur Erklärung dessen, was das Spezifische der europäischen Kultur ist, offenbar nicht mehr ausreicht. Ziel ist insofern, einen in der Literaturwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte und Medientheorie erreichten theoretischen Stand der Überlegungen zu einer Geschichte des Wissens für die Frage nach Europa fruchtbar zu machen."aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

Projektleitung
Kittler, Friedrich Prof. Dr. phil. (Details) (Ästhetik und Geschichte der Medien)

Mittelgeber
DFG: Sachbeihilfe

Laufzeit
Projektstart: 01/2000
Projektende: 12/2001

Forschungsfelder
Europa, Künste, Medien

Zuletzt aktualisiert 2020-10-03 um 23:09

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