Formalisierung des Bodenbesitzes in einer ehemals sowjetischen Landwirtschaft – institutionelle Analyse der Agrarreformen in Georgien

Das Vorhaben konzentriert sich auf den vorgesehenen institutionellen Wandel der Eigentumsrechte des georgischen Agrarlands, insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung digital-basierter Registrierung und dem dazugehörigen Kataster. So stößt der Verkauf von Agrarland an ausländische Investoren vermehrt auf starken Widerstand der lokalen Bevölkerung, die ihrerseits ihr Land nicht registriert. Gleichzeitig spiegelt der steigende Export vereinzelter Agrarerzeugnisse, wie z.B. Wein und Haselnüsse, erfolgreiche Eigentums- und Produktionsstrukturen wider. Es wird untersucht, wie institutionelle Arrangements die Organisation und Struktur der georgischen Landwirtschaft prägen. Dabei werden Bodenmarkttransaktionen hinsichtlich ihrer institutionellen Ausgestaltung, d.h. mittels Regeln (Rechtsansprüche) und Konventionen, analysiert. Methodologisch folgt die Studie einem abduktiven Forschungsansatz: Auf der Basis einer Umfrage und zweier Fallstudien – Haselnuss und Wein, beides führende Exportsegmente der georgischen Landwirtschaft – wird die institutionelle Ausgestaltung kleinbäuerlicher sowie wirtschaftlich orientierter Unternehmen verglichen und, wenn möglich, theoretisch belegt.

Projektleitung
Hagedorn, Conrad Prof. Dr. Dr. h.c. (Details) (Ressourcenökonomie)

Mittelgeber
Sonstige Stiftungen

Laufzeit
Projektstart: 06/2013
Projektende: 08/2013

Zuletzt aktualisiert 2020-07-10 um 14:13