LLP-Erasmus Intensiv Programm Energiesicherheit im Ostseeraum im 21. Jahrhundert

Energie ist eine Grundlage moderner Zivilisation. Ohne Energie wäre die Menschheit außerstande, ihr bisheriges Wachstum in Zahl und Wohlstand aufrechtzuerhalten. Energiesicherheit im Sinne der Gewährleistung einer stabilen und ausreichenden Versorgung mit Energie ist deshalb seit jeher eine existentielle Herausforderung, die mit dem wirtschaftlichen Aufstieg Chinas, Indiens und anderer Schwellenländer in den letzten Jahren erhöhte Dringlichkeit erhalten hat. Es stellt sich die Frage, wie die expandierende Weltwirtschaft im 21. Jahrhundert mit Energie versorgt werden kann, ohne dass sich internationale Konkurrenz über knapper werdende Ressourcen zu gewaltsamen Konflikten zuspitzt. Gleichzeitig kann Energiesicherheit im globalen Maßstab nicht länger auf Versorgungssicherheit und Verteilungsgerechtigkeit reduziert werden. Da die Weltwirtschaft primär auf fossilen Energieträgern beruht, würde die erfolgreiche Befriedigung des rasant steigenden Energiebe-darfs schwerwiegende Folgen für die Umwelt und das Weltklima nach sich ziehen. Die Energiesicherheit der Zukunft besteht daher nicht nur in der Herausforderung, mehr Energie zu fördern, sondern auch darin, umweltverträgliche und nachhaltige Formen der Energiegewinnung zu entwickeln und in die Entwicklung neuer, im Energieverbrauch deutlich sparsamerer Technik und Fahrzeuge zu investieren. Die Sommerschule der Humboldt-Universität zu Berlin beschäftigt sich mit beiden Aspekten globaler Energiesicherheit aus der Perspektive Europas. Zum einen ist Europa, von wenigen Ausnahmen abgesehen, ein rohstoffarmer Kontinent, dessen Versorgungssicherheit folglich zu einem hohen Grad von Einfuhren aus dritten Ländern abhängt. Zum anderen zählt Europa zu den Weltregionen mit dem höchsten Energieverbrauch, woraus sich eine besondere europäische Verantwortung für den globalen Umweltschutz ergibt. Am Beispiel Europas lässt sich also exemplarisch studieren, wie die Herausforderungen der Energiesicherheit im 21. Jahrhundert stabile Versorgung und ökologische Nachhaltigkeit miteinander in Einklang gebracht werden können. Dies lässt sich sowohl auf Makro- als auch auf Mirkoebene verfolgen. Partner Universitäten: Kopenhagen, Tartu, Turku, Gdansk.

Projektleitung
Henningsen, Bernd Prof. Dr. phil. (Details) (Skandinavistik / Kultur und Politik Nordeuropas)

Mittelgeber
Sonstige internationale öffentliche Mittelgeber

Laufzeit
Projektstart: 06/2009
Projektende: 11/2009

Zuletzt aktualisiert 2020-13-03 um 23:16