LOCKS und KOPAL Infrastruktur und Interoperabilität

LuKII (LOCKSS-und-KOPAL-Infrastruktur-und-Interoperabilität)
Wissenschaftliche Forschung heutzutage ist digital und wird auch hauptsächlich digital verbreitet. Eine leistungsfähige, digitale Langzeitarchivierung ist daher für jede wissenschaftliche Forschung notwendig.
Wissenschaftler wissen, dass Langzeitarchivierung wichtig ist. Sie gehen aber oft davon aus, dass andere, insbesondere Bibliotheken dafür zuständig sind. Momentan gibt es keine einfache Lösung. Mehrfache Sicherungskopien sind hilfreich, berücksichtigen jedoch nicht die Probleme der Integrität, Authentizität und Nutzbarkeit älterer Sicherungskopien. Sicherungskopien auf Magnetbändern sind besonders anfällig für physischen Zerfall und magnetische Schäden. Die Langzeitarchivierungsforschung beschäftigt sich bereits seit einem Jahrzehnt mit möglichen Lösungsstrategien und sinnvolle Systeme wie LOCKSS und Kopal sind entstanden. Allerdings ist weitere Forschung von Nöten, da die Probleme der digitalen Langzeitarchivierung erst ansatzweise gelöst wurden, mehr Forschung ermöglicht mehr Fähigkeiten.
LuKII kreiert ein Langzeitarchiverungs-Netzwerk in Deutschland und nimmt zwei existierende Langzeitarchivierungssysteme als Grundlage um aktiv Bitstrom-Integrität zu erhalten und Lesbarkeit zu gewährleisten. Das Endprodukt wird mit Inhalten aus deutschen Institutionellen Repositorien getestet. Genauer gesagt beabsichtigt LuKII die Interoperabilität zwischen den Open-Source Elementen der zwei existierenden Systeme LOCKSS und Kopal zu gewährleisten, um so kostengünstige Bitstrom-Speicherung mit Benutzbarkeitserhaltung und Formatmigration zu kombinieren.
Basierend auf diesen Zielen sind die Hauptelemente von LuKII:
1. Ein kostengünstiges LOCKSS-Netzwerk mit einer Infrastruktur für technischen Support und Management der beteiligten Institutionen zu entwickeln, um
2. konzeptionell und konkret als Kombination von günstiger Bitstrom-Archivierung und entwickelten Langzeitarchivierungselementen Interoperabilität zwischen LOCKSS und KOPAL herzustellen und
3. um in einer zweiten Phase das vollständig entwickelte Konzept mit Hilfe von Tests zu erproben. Die Tests werden mit Hilfe von Daten aus deutschen institutionellen Repositorien durchgeführt.
Das LuKII-Projekt versteht sich als ein Teil der sich in Deutschland entwickelnden Infrastruktur für Repositorien.

Projektleitung
Seadle, Michael Prof. (Details) (Bibliothekswissenschaft / Schwerpunkt Digitale Bibliothek)

Mittelgeber
DFG: Sachbeihilfe

Laufzeit
Projektstart: 11/2009
Projektende: 08/2013

Zuletzt aktualisiert 2020-13-03 um 23:07