Evolution von Pelvis-Typen basaler Dinosaurier

Der Beckengürtel der Tetrapoden besitzt eine große funktionelle Bedeutung, da er einen Großteil des Körpergewichts trägt, eine feste Verbindung zwischen den Hintergliedmaßen und der Wirbelsäule darstellt und die Ansatzstellen für die Gliedmaßenmuskular liefert. Je nach cranialer, ventraler oder caudaler Ausrichtung des Pubis wird bei Dinosauriern zwischen einem pro-, meso- oder opisthopubischen Becken unterschieden. Die mechanischen und evolutionsbiologischen Gründe für Entstehung dieser Becken-Typen konnten bislang nicht befriedigend geklärt werden. Deshalb soll der Beckengürtel von Dinosauromorphen und basalen Dinosauriern mit der innovativen Technologie der Finite-Elemente-Struktur-Synthese (FESS) untersucht werden. FESS erlaubt die präzise Darstellung Gestalt formender mechanischer Einflüsse auf die Pelvis und kann zur Validisierung von Weichteilrekonstruktionen genutzt werden. Hypothesen zur Verteilung der mechanischen Belastungen in Ruhe- und Bewegungszustand und bei der Atmung können getestet werden. Eine Validisierung des relativ neuen Verfahrens der FESS wird anhand des Beckengürtels rezenter Krokodile und Vögel durchgeführt. Die Syntheseresultate werden im Hinblick auf evolutionäre Einflüsse auf die Becken-Gestalt und auf Größe hin diskutiert. Der integrative Ansatz ermöglicht ein besseres Verständnis des Beckengürtels der Dinosaurier und der sich daraus ergebenen Knosequenzen für Fortbewegung und Oekologie.

Projektleitung
Schwarz-Wings, Daniela Dr. (Details) (Fossile Vertebraten)

Mittelgeber
DFG: Sachbeihilfe

Laufzeit
Projektstart: 09/2009
Projektende: 08/2012

Zuletzt aktualisiert 2020-13-03 um 23:06