Forschergruppe 778: Zwischen Interferenz und Optimierung: Konflikte als Signale in kognitiven Systemen, Teilprojekt 7 "Intentionalität und Spezifität konfliktbedingter Anpassungsprozesse"

Die Befunde der ersten Förderphase haben gezeigt, dass Anpassungsprozesse nach Konflikten nicht mit intentionaler Vorbereitung auf einen Konflikt gleichzusetzen sind. Darüber hinaus ziehen verschiedene Interferenztypen unterschiedliche Anpassungsprozesse nach sich. Die Annahme, dass Konfliktverarbeitung und -anpassung durch ein einheitliches exekutives Kontrollnetzwerk geleistet wird, kann demnach nicht mehr aufrechterhalten werden. In der zweiten Förderphase sollen daher die konstituierenden Faktoren von Konfliktverarbeitung und -anpassung anhand dreier Leitfragen näher spezifiziert werden.
(1) Es soll geklärt werden, inwieweit Vorbereitung auf einen Konflikt als exekutiver Kontrollprozess von der Arbeitsgedächtnisbelastung abhängt, sequenzabhängige Anpassungsleistungen hingegen unabhängig von der Belastung exekutiver Kontrolle stattfinden und auf episodische Gedächtniseinflüsse zurückzuführen sind.
(2) Da Konfliktverarbeitung auch vom Aufgabenkontext abhängt, soll der Einfluss von strategischen und motivationalen Faktoren betrachtet werden.
(3) Unspezifisches Arousal führt zu größeren Interferenzeffekten. Wir werden untersuchen, ob dies auf Verstärkung der konfliktauslösenden Prozesse oder verminderter Konfliktkontrolle beruht.

Projektleitung
Stürmer, Birgit Dr. phil. (Details) (Forschergruppen)

Mittelgeber
DFG: Forschergruppen

Laufzeit
Projektstart: 10/2009
Projektende: 09/2012

Zuletzt aktualisiert 2020-13-03 um 23:05