Schrift, Zahl und Ton im Medienverbund. Archäologie, Ereignis und Grenzwerte des griechischen Vokalalphabets (Veranstaltung: 17.07.- 19.07.03, Berlin)

Dass das Melodische an der Stimme wahrnehmbar und notierbar wird, ist die kulturtechnische Leistung der griechischen Vokalalphabetisierung (Homer); verblüffenderweise werden mit diesem Alphabet jedoch nicht nur Sprache und Musik, sondern auch Mathematik und Geometrie angeschrieben. Der medienarchäologisch interessante Befund liegt darin, dass von Beginn an (Pytthagoras) das griechische Alphabet sowohl für Laut- als auch für Zahl- und Tonzeichen eingesetzt wird, also "alphanumerisch" avant la lettre ist. Diese sonst disziplinär entfernten Bereiche medienarchäologisch zusammenzudenken eröffnet eine neue Dimension von Kulturgeschichtsschreibung. Führende internationale Vertreter neuester Forschungen aus den betroffenen Fachdisziplinen sollen zu diesem Zweck mit Vertretern der Kultur- und Medienwissenschaft - in dieser Form erstmals - ins Gespräch gebracht werden. Daraus ergeben sich Zielsetzung und Notwendigkeit des Symposiums sowie sein Bezug zum gegenwärtigen Forschungs- und Diskussionsstand.

Projektleitung
Kittler, Friedrich Prof. Dr. phil. (Details) (Ästhetik und Geschichte der Medien)

Mittelgeber
Volkswagen-Stiftung (VW)

Laufzeit
Projektstart: 07/2003
Projektende: 07/2003

Zuletzt aktualisiert 2020-14-03 um 23:06