Analyse der slawischen Körpergräber Mecklenburgs, Pommerns und Brandenburgs für die Rekonstruktion des Wandels von Sozialstrukturen und Glaubensvorstellungen zwischen dem 10. und dem 13. Jahrhundert

Die jüngere slawische Epoche im südlichen Ostseeraum ist geprägt von einem
gravierenden soziokulturellen Wandel, der in der Entstehung der Neustämme
der Brandenburger, Mecklenburger und Pommern mündet. Die in diesem Prozeß
entstandenen Strukturen prägten das Mittelalter bis in die Jetztzeit
hinein. Die schriftlichen Quellen stecken in einem sehr groben Raster den
Rahmen ab, dessen Ausarbeitung in großem Maße der Archäologie bedarf. In
dem hier beantragten Projekt soll mit modernen archäologischen und
begleitenden naturwissenschaftlichen Methoden der Frage nach den sozialen
Strukturen und dem gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Wandel
unter dem Einfluß des christlichen Glaubens und westlicher Normen und
Wertvorstellungen nachgegangen werden.

Projektleitung
Callmer, Johan Prof. Dr. phil. (Details) (Ur- und Frühgeschichte)

Mittelgeber
Fritz Thyssen Stiftung

Laufzeit
Projektstart: 08/2001
Projektende: 07/2003

Zuletzt aktualisiert 2020-15-03 um 23:17