Der Begriff der Souveränität in der transnationalen Konstellation. Eine Rekonfiguration der Grundlagen politischer Normativität

Ziel des Forschungsprojektes ist es, von einer Analyse des Begriffs der Souveränität in der transnationalen Konstellation zu einer Neuausrichtung der Grundlagen politischer Normativität zu kommen. Eine solche Rekonfiguration ist von Nöten, da ein Großteil der politiktheoretischen Entwürfe zur Beurteilung von Transnationalisierungsprozessen auf einem fragwürdigen normativen Fundament steht und an einer methodologischen Fixierung auf den Nationalstaat leidet. Was den Souveränitätsbegriff für Fragen nach der Grundlage politischer Normativität so zentral macht, ist, dass er die Bedingungen umfasst, unter denen politisches Handeln stattfindet. Als Folge von Supra- und Transnationalisierungsprozessen jedoch wird zunehmend in Frage gestellt, ob und in welcher Weise dieser Begriff heute noch Aussagekraft besitzt. Die Diskussion über die Bedeutung, Funktion und innere Verfasstheit des Souveränitätsbegriffs wird vorrangig in den Rechtswissenschaften und den empirischen Sozialwissenschaften geführt. Die Politische Theorie hat sich auf diese Debatte noch nicht in ausreichendem Maße eingelassen. Dadurch hat sie es bislang versäumt, die Chancen, Potenziale und Gefahren der transnationalen Konstellation zu identifizieren. Indem das Forschungsprojekt die rechts- und sozialwissenschaftliche Debatte zum Souveränitätsbegriff systematisiert, die verschiedenen Begriffsschichten von Souveränität in der transnationalen Konstellation offen legt und die Notwendigkeit zur interdisziplinären Vermittlung herausstreicht, soll eine "realistische" Neuausrichtung der Grundlagen politischer Normativität erreicht werden.

Principal Investigators
Volk, Christian Dr. (Details) (Public Law / International and European Law I)

Financer
DFG: Eigene Stelle (Sachbeihilfe)

Duration of Project
Start date: 06/2011
End date: 07/2012

Last updated on 2020-30-09 at 13:42