Sterilkulturverfahren zum Aufbau gesunder Mutterpflanzenbestände für den ökologischen Zierpflanzenbau

Konform mit der EU-Verordnung Ökologischer Landbau sollen bei Berücksichtigung zugelassener Düngemittel, Bodenverbesserer und Stärkungsmittel robuste Protokolle etabliert werden, die die Produktion, Erhaltung und Therapie von Mutterpflanzen für die vegetative Vermehrung ermöglichen. Der Verzicht auf synthetische Wuchsstoffe und Nährsalze im Rahmen der zu erarbeitenden Protokolle ist ein Beitrag zur Vermittlung von Glaubwürdigkeit im ökologischen Zierpflanzenbau. Der Zukauf von Vermehrungsmaterial aus konventioneller Produktion muss in den kommenden Jahren unbedingt zurückgefahren werden. Transparenz auf allen Ebenen der Produktion bei Vermittlung der vielfältigen Vorteile von Mikrokulturverfahren aus arbeitswirtschaftlicher, energetischer, phytopathologischer und nicht zuletzt ökonomischer Sicht sollte beim umweltbewussten Verbraucher honoriert werden. Ideologische Vorurteile gegenüber In-vitro-Kulturverfahren können aus unserer Sicht abgebaut und der unbestrittene Nutzen von Mikrokulturen dem ökologischen Anbau verfügbar gemacht werden. Die Kommunikation der erarbeiteten Kulturverfahren ist wesentlicher Bestandteil des Projektes BioVitro.

Projektleitung
Grüneberg, Heiner PD Dr. agr. (Details) (Lehr-und Forschungsgebiet Gärtnerische Pflanzensysteme)

Mittelgeber
Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft

Laufzeit
Projektstart: 07/2015
Projektende: 07/2020

Forschungsfelder
Bio-Zierpflanzenbau, Gartenbau

Zuletzt aktualisiert 2020-28-10 um 23:05