Neuartige Inhibitoren der sauren und neutralen Ceramidase

Das Sphingolipid Ceramid ist ein Signalmolekül, das z.B. aus Sphingomyelin durch verschiedene Sphingomyelinasen als Antwort auf extra- und intrazelluläre Stimuli freigesetzt werden kann. Ceramid bewirkt antimitogene Effekte wie einen Stopp des Zellzyklus, Zelldifferenzierung und den programmierten Zelltod (Apoptose) in verschiedenen Zellen. Der Abbau von Ceramid wird durch Ceramidasen katalysiert, die zusammen mit Sphingomyelinasen die Konzentration von Ceramid einstellen. Inhibitoren von Ceramidasen können Tumorwachstum in verschiedenen Modellsystemen unterbinden. Nicht zuletzt wegen der niedrigen Potenz bereits existierender Ceramidase Inhibitoren und wegen der sehr aufwendigen Mes-sung des Sphingolipid Umsatzes in lebenden Zellen sind zahlreiche Fragen der Signal-wirkung von Ceramid noch offen. Wir möchten neuartige Fluoreszenzsonden herstellen, mit deren Hilfe man in lebenden Zellen die Sphingomyelinase und Ceramidase Aktivitäten räumlich aufgelöst und in Echtzeit verfolgen kann. Dies würde möglicherweise auch eine Darstellung erlauben, wie Sphingomyelinasen und Ceramidasen zusammen zelluläre Ceramid Konzentrationen regulieren. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung neuer verbesserter Inhibitoren der Ceramidasen, denen ein rationales Design zugrunde liegt

Projektleitung
Arenz, Christoph Prof. Dr. (Details) (Organische Synthese)

Mittelgeber
DFG: Sachbeihilfe

Laufzeit
Projektstart: 09/2010
Projektende: 08/2013

Zuletzt aktualisiert 2020-01-06 um 18:52