Bildkritik und pragmatische Bildkultur im europäischen Mittelalter: Die Libri Carolini und die karolingische Bildkunst

Die Libri Carolini enthalten much the fullest statement of the Western attitude to representational art that has been left to us by the Middle Ages (Dodwell 1993, 32). 791-2 im Auftrag Karls des Großen verfasst, widerlegen sie Punkt für Punkt die den religiösen Bildgebrauch betreffenden Beschlüsse der Zweiten Synode von Nicaea (787) und sprechen sich für eine via media zwischen Ikonoklasmus und Ikonodulie aus. Das beantragte Projekt hat zwei Ziele: 1. Es untersucht die bildkritischen Konzepte der Libri Carolini als Beitrag zur Transformation des Bilderverbots des Alten Testaments. Fokussiert werden die bildkritischen Reflexionen, und zwar insbesondere Argumente, die den rein materiellen Charakter von Bildern hervorheben und auf deren religiöse Neutralisierung abzielen. 2. Es geht der Frage nach, inwieweit die moderate, aber kritische Haltung der LC gegenüber Bildern sich auf die pragmatische Bildkultur der Karolinger auswirkte.

Projektleitung
Seiler, Peter PD Dr. (Details) (Bildkulturen des Mittelalters)

Mittelgeber
DFG: Sachbeihilfe

Laufzeit
Projektstart: 10/2017
Projektende: 09/2020

Forschungsbereiche
Kunstgeschichte

Zuletzt aktualisiert 2020-01-06 um 18:01