Refugee Lives Matter? – Menschenrechtsschutz für Migranten und Flüchtlingen durch internationale und regionale Verpflichtungen zur Untersuchung von Todesfällen.

Derzeit sterben jährlich tausende Migranten in Europa unter besorgniserregenden Umständen. Die meisten von ihnen lassen ihr Leben bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren. Es kommt aber auch zu zahlreichen Todesfällen in Flüchtlings- und Auffanglagern oder während der Überschreitung innereuropäischer Grenzen. Staatliche sowie europäische Einwanderungs- und Grenzpolitik sind in besonderem Maße Gegenstand politischen Taktierens, wenn Parteien um die Zustimmung einer wechselhaften Wählerschaft konkurrieren. Dieses Projekt erforscht sowohl den derzeitigen Anwendungsbereich als auch das theoretische Potential internationaler Verpflichtungen zur Untersuchung von Todesfällen, die gewährleisten sollen, dass der Schutz von Migrantenleben stärker von geltenden Menschenrechten und humanitären Obligationen bestimmt wird als von politischen Absichten. Das Projekt wird die folgenden Fragen erörtern: Unter welchen Umständen wird der Tod nicht-sesshafter Migranten Staaten dazu anhalten, eine potentielle Haftung zu untersuchen? In welchem Ausmaß sind die bestehenden Verpflichtungen ausreichend, um ein Minimalschutz der Menschenrechte, die Migranten und Geflüchteten zustehen, sicherzustellen? Und, unter Berücksichtigung internationaler Präzedenzfälle und der damit einhergehenden theoretischen Kontroversen, wie ist der normative Anspruch derartiger Verpflichtungen, um diese Rechte besser zu schützen.

Projektleitung
McIntosh, Sam Dr. (Details) (Rechts-/ Wirtschafts- und Sozialstrukturen Großbritanniens)

Mittelgeber
Volkswagen-Stiftung (VW)

Laufzeit
Projektstart: 10/2018
Projektende: 11/2020

Forschungsbereiche
Rechtswissenschaften

Forschungsfelder
Rechtswissenschaften

Zuletzt aktualisiert 2020-01-06 um 17:58