Arbeitsmarktreformen und die makroökonomische Angebotsseite in kurzer und langer Frist

Dieses Projekt setzt die Forschung der ersten Periode des Forschungsschwerpunkts fort, welche die Auswirkungen der Arbeitsmarktreformen auf die kurz-und mittelfristige Dynamik der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung untersucht hat. Es verknüpft mikroökonomische Gesichtspunkte der Arbeitsmärkte mit Suchfriktionen (Reibungsverluste aufgrund unvollständiger Informationen am Arbeitsmarkt) sowie anderen Verzerrungen mit Methoden der dynamischen makroökonomischen Modellierung. Die Einbettung natürlicher und regulatorisch verursachter Friktionen auf den Arbeitsmärkten haben erhebliche Auswirkungen auf Dynamik und Steady-State in diesen Modellen. Neben Suchfriktionen werden auch Nash-Tarifverhandlungen bei Lohnfindung, Arbeitslosengeld und Bezuschussung für Nichtteilnahme am Erwerbsleben, zeit- und konjunkturabhängigen Sozialabgaben, und Suchkosten berücksichtigt. Das Projekt hebt den Nexus zwischen makroökonomischer Analyse und mikroökonomische Fundierung durch Daten von Firmen und Haushalten. Ein Hauptziel ist es, die Ergebnisse der ersten Periode des Forschungsschwerpunkts auf die Länder Südeuropas anzuwenden, um der schleppenden Erholung nach den Arbeits- und Produktmarktreformen auf den Grund zu gehen. Insbesondere wird die Rolle der Lohn- und Preisrigidität in diesen Ländern bei Finanzmarktfriktionen untersucht.

Projektleitung
Burda, Michael C. Prof. Ph. D. (Details) (Wirtschaftstheorie II)

Mittelgeber
DFG: Sachbeihilfe

Laufzeit
Projektstart: 10/2017
Projektende: 09/2021

Forschungsbereiche
Wirtschaftstheorie

Forschungsfelder
Arbeitsmarktökonomik, Arbeitsmarktreformen, makroökonomische Dynamik

Zuletzt aktualisiert 2020-01-06 um 17:57