Überlappende Wissensgemeinschaften: Interne Strukturierung und Wissensdiffusion in den Internationalen Beziehungen (IB)

Das Ziel dieses Projekts ist es, festzustellen wie die soziale Strukturierung multipler und überlappender wissenschaftlicher Gemeinschaften im Forschungsgebiet "Internationale Beziehungen" (IB) die Diffusion von Wissen innerhalb dieser und zwischen diesen Gemeinschaften beeinflusst. Im Besonderen wollen wir analysieren, wie sich die Gemeinschaften aufeinander beziehen und die Mechanismen der Wissensdiffusion innerhalb der Gemeinschaften und zwischen ihnen identifizieren. Wir leisten einen Beitrag zur Wissenschaftssoziologie, indem wir erstmals die globale Wissensdiffusion in einem sozialwissenschaftlichen Forschungsfeld abbilden und erklären. Außerdem reichern wir die im Forschungsgebiet IB geführten Debatten um einen vermeintlichen "westlichen" Kern mit empirische Evidenz an. Das Projekt nutzt unterschiedliche Methoden und integriert Daten von multinationalen Umfragen unter IB-Wissenschaftlern, von Inhaltsanalysen und Zitationsanalysen von Zeitschriftenaufsätzen, wie auch von der Analyse von Lebensläufen und semistrukturierten Interviews. Im Besonderen wollen wir untersuchen, inwieweit eine wirklich globale IB-Gemeinschaft existiert und gehen dafür über die westlich basierte IB-Forschung hinaus und beziehen Daten jenseits des Web of Science ein, um systematisch Arbeiten aus dem globalen Süden einbeziehen zu können.

Projektleitung
Petras, Vivien Prof. (Details) (Information Retrieval)

Mittelgeber
DFG: Sachbeihilfe

Laufzeit
Projektstart: 01/2017
Projektende: 12/2019

Forschungsbereiche
Empirische Sozialforschung, Geistes- und Sozialwissenschaften, Sozialwissenschaften

Forschungsfelder
Internationalisierung der Wissenschaftskommunikation, Scientometrie, Wissenschaftsforschung

Zuletzt aktualisiert 2020-31-08 um 08:57